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Gott macht öffentlich

14. Hohenheimer-Theologinnen Treffen vom 24. - 26. Mai 2019

Theologinnen im Spannungsfeld von Kirche und Öffentlichkeit

"Wenn es darum geht, Frauen zum Schweigen zu bringen, hat westliche Kultur Jahrtausende praktischer Erfahrung", so Mary Beard in ihrem berühmten Manifest "Frauen und Macht". Für Theologinnen gilt diese Diagnose in mehrfacher Hinsicht. Schließlich bewegen sie sich nicht nur in machtförmigen säkular-gesellschaftlichen Räumen, sondern auch in kirchlichen Feldern, denen weitere Machtebenen eingefügt sind. Nicht zuletzt die binnenkirchlichen Diskussionen und Bemühungen der - männlich-klerikalen - Leitungsformation um Frauen in Führungspositionen zeugen davon. Ob Frauen nun auch in kirchlichen Strukturen "Zugang gewährt" oder ihnen "eine Stimme gegeben" wird - klar ist, dass Frauen eher außerhalb der Macht stehen und ansonsten zumindest als fremd wahrgenommen werden. Als Frauen sind Theologinnen in verschiedenen Machtgefügen platziert. Sie sollten daher in kirchlichen und säkularen Zusammenhängen die Machtfrage stellen und auch Macht ausüben. Als Theologinnen sind sie zudem damit konfrontiert, zu dem, was in der Gesellschaft und ihren Öffentlichkeiten relevant ist, Stellung zu beziehen, um Positionen zu ringen und ihr theologisches Proprium in den öffentlichen Diskurs einzubringen. Das Hohenheimer-Theologinnen-Treffen stellt sich u.a. der Frage, wie Theologinnen angesichts des Wiedererstarkens rechtsgerich-teter Populismen oder dem Verlust von Zukunftsoptimismen sichtbar werden können oder sollen. GOTT MACHT ÖFFENTLICH - ist dies Aussage und Aufgabe zugleich, Indikativ und Imperativ?

Die Tagung will ein Forum sein für einen intensiven Blick auf die Spannungsfelder zwischen Wissenschaft, Kirche und Öffentlich-keit, in denen sich Theologinnen heute bewegen.

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